Wie sagen?

By mutant2

Ich möchte ein Thema nochmals aufgreifen, welches geschmacksfrage schonmal angeschnitten hatte. Wie sagt man jemandem, der einem sehr nah steht, dass man Chorea Huntington Träger ist? Sagt man es überhaupt? geschmacksfrage musste oder muss ja gerade erleben, wie sehr das zum Nachteil werden kann, wenn sich der oder die jenige als Charakterschwein entpuppt.

Ich überlege hin und her; wie sage ich es denn nun einem Menschen, der mir nahe steht und es noch nicht weiss? Meine Frau, Gott bewahre, dass sie einmal so asozial agiert wie die von geschmacksfrage, begleitete mich während meiner Diagnose und war an meiner Seite. Ihr brauchte ich es also nicht erklären. Aber wie sage ich es z.B. meiner unehelichen Tochter? Nicht genug, das ich nur der zahlende Part war, nun muss ich ihr eigentlich auch noch sagen das sie eine 50%ige Chance hat, auch HD Trägerin zu sein. Wie bringt ich das nur richtig rüber? Oder wie sage ich es einem Freund, der mir extrem nah steht?

Wie habt ihr das gelöst???

2 Antworten zu „Wie sagen?“

  1. J.Ramone sagt:

    Hallo erstmal,

    ich für meinen Teil, bin bei meinen besten Freunden sehr offensiv mit der Diagnose umgegangen. Ich habe direkt mit offenen Karten gespielt, und bin bis dato auch noch nicht entäuscht worden.
    Schwierig gestaltet es sich allerdings, wenn ich mit potentiellen Partnerinnen umzugehen habe. Da halte ich die Information doch lieber so lange wie möglich zurück, da ich Angst habe, dass sie sich aufgrund dieser Information von mir distanzieren. Naja egal, hab halt dadurch schon seit 6 Jahren keine Beziehung mehr, aber es mangelt mir an nichts.

    Eine Sache allerdings, die mich wirklich mürbe macht, ist die Frage, wie sage ich es meinem Arbeitgeber??? Soll ich es ihm offenbaren, wie wird er danach mit mir umgehen. Vor allem wenn ich mich mal woanders vorstelle, soll ich direkt im Vorstellungsgespräch sagen, dass ich krank bin? Das habe ich bis jetzt immer vermieden, da ich mir dadurch enorme Nachteile ausrechne. Wer stellt schon jemanden ein, wenn man nicht weiß, wie lange es mit dem Arbeitnehmer gut geht, bevor sich die Symptome verschlechtern.
    Im Moment arbeite ich noch, und hier weiß keiner von meinem Schicksal.

    Gruß, J.R.

    P.S.: Vorgestern kam auf Arte eine Interssante Reportage über CH mit dem Namen: Verfluchtes gen. Diese wird am Freitag 18.05. wiederholt, und nächste Woche kommt auf WDR im Rahmen der Reihe Menschen hautnah eine Dokumentation über 2 Brüder mit CH. Einschalten lohnt sich allemal, da ich finde, dass die breite Öffentlichkeit über diese Erkrankung (die natürlich auch eher selten ist) viel zu schlecht informiert ist. Das merke ich immer, wenn ich mit meinem Vater unterwegs bin, und die Unwissenden gucken (und sagen auch) als ob da ein Volltrunkener mit seinem Aufpasser spazieren geht.

  2. Peggy sagt:

    hallo ihr lieben,also ich bin der Meinung,dass ihr es wirklich offen und ehrlich sagen müsst. Habe selbst eine kleine Tochter(5 Jahre) die vielleicht Träger von CH ist. Stelle mir auch sehr oft die Frage,wie ich ihr dies später mal erzählen soll. Ich bete einfach weiterhin zu Gott,das es vielleicht bald Medikamente dagegen gibt.
    Lasst bitte ALLE nicht den Kopf hängen!!!!!!!!!!!!! Lg Peggy

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