Über mich
Ich bin Träger dieser Mutation und blicke in eine kurze Zukunft. Seither weiss ich das ich einen langen und grausamen Tod sterben werde.
Das genetische Gutachten besagt, das bei mir die Mutation eine länge von 41 – 42 Wiederholungen aufzeigt und rein statistisch gehöre ich somit zu den Trägern die es im 6ten Lebensjahrzent erwischen wird. Der Krankheitsverlauf ist grausam und lang, nicht nur für mich, sondern vielmehr für meine Umwelt, meine Familie und Freunde. Denn Sie werden es erleben wie ich mich verändere und langsam, sehr langsam sterbe. Seit 2 Jahren weiss ich, das etwas mit mir passieren wird, was sich nicht aufhalten lässt. Ausgebremst durch erbärmlich eng gesetzte Vorschriften und Gesetze bemüht sich die Forschung leidlich ein Mittel gegen die Folgen meiner Mutation zu finden oder gar ein Heilmittel zu entwickeln. Aber wie soll man etwas heilen welches sich in jeder Zelle meines Körpers befindet? – Derzeit gar nicht -
Meine Schwester hat den Freitod gewählt, als Sie kurz vor Ihrem Testergebnis stand, Sie hat dem Druck nicht mehr standgehalten. Mein Vater zeigt sehr deutliche Auswirkungen seiner Mutation 41 +- 1, die Koordination seiner Bewegungen wirkt unwillkürlich (Veiztanz), Er hat Schübe von Aggression, Angst und igelt sich immer weiter ein. An Ihm sehe ich beinahe täglich, was mir bevorsteht. Meinen Sohn darf ich nicht Testen lassen, weil es ein Recht auf Nichtwissen gibt welches besagt, das nur Er sich nach Vollendung des 18. Lebensjahres zu einem Test entscheiden kann. In Deutschland darf ungeborenes Leben nicht auf diese Mutation hin getestet werden, also werde ich keine Kinder mehr zeugen…..
Was macht man, wenn man weiss das man eine absolut tödliche Mutation in sich trägt?
Ich für meinen Teil lebe mein Leben intensiver, geniesse jeden Tag als wenn es mein letzter wäre, hoffentlich habe ich noch sehr viele Tage vor mir. Ich merke aber wie ich immer unzufriedener werde, wie hier in Deutschland mit „Mutanten“ wie mir umgegangen wird. Meine Freunde wissen bescheid und gehen völlig frei damit um aber was ich teilweise mit den Deutschen Behörden und Ämtern erleben muss, wenn es um meine Mutation geht, bringt mich regelmäßig zum kochen.
Das Schreiben hier in meinem Blog befreit mich zum Teil von meiner Last, die diese Mutation auf mir legt. Bestimmt ist es eine Therapie Dinge zu Schreiben die ich sonst mit kaum einen besprechen möchte. Ich weiss meine Freunde sind für mich da wenn ich es wollte aber als Freund habe ich auch eine Verantwortung Sie nicht ständig mit meiner Mutation zu belasten. Ich liebe einige wenige meiner Freunde.
Ich Schreibe also was mich im Zusammenhang mit Chorea Huntington bewegt, bedrückt, verängstigt oder wütend macht. Vielleicht liest dies ein anderer Mutant und kann einen kleinen Nutzen aus meinen Erfahrungen ziehn. Denn die Selbstmordrate positiv getesteter Chorea Huntington Mutanten ist so erschreckend hoch . . .
Januar 29, 2007 um 2:48 |
Ein Erfahrungsbericht
Ich selber leide an Chorea Huntington mit 41 Wiederholungen (gerade mal Pech gehabt). Seit drei Monaten nehme ich Grüner Tee Kapseln (350 mg, 3 mal täglich 1) von der Fa. ein. Ich kann wieder hinter einem Bus herlaufen, habe wieder Antriebskraft und kann wieder normal sprechen. Diese positive Wirkung hat sich bei mir schon nach der ersten Einnahme gezeigt. Was mir geholfen hat, kann meiner an Alzheimer erkrankten Schwiegermutter nicht schaden: Sie nimmt seit dem wieder aktiv am Leben teil, ist geistig fitter und ihre Physiotherapeutin hat gefragt, welche „Droge“ die Frau bekommen hat.
Ich habe aus der Zeitung erfahren, dass an Fliegen und Hefepilzen mit einem defekten Huntington- Gen durch Grüntee- Extrakt sich positive Erfolge gezeigt haben. Ich habe per Email Kontakt zu dem Institut aufgenommen, das daran arbeitet. Vier Wochen später bekam ich eine Antwort mit ca. folgendem Inhalt: „Da unsere Studie über grünen Tee bei Chorea Huntington bis jetzt nur in Hefen- und Fliegenmodellen durchgeführt wurde, fällt es uns jedoch leider schwer, Ihre Frage nach der notwendigen Dosis beim Menschen zu beantworten“. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt bereits einige Wochen diese Kapseln eingenommen. Das Institut war sehr erfreut über meine Besserung. Sie haben noch eine weitere positive Meldung. Bisher gingen sie davon aus, dass grüner Tee eine stabilisierende Wirkung hat. Dass sich die Symptome verbessern würden, wurde nicht erwartet. Jetzt sucht das Institut nach Kliniken, die entsprechende Studien erstellen. Ich habe einen Laborbericht von dem Extrakt vorliegen und habe diesen an das Institut weitergeleitet. Es sind ausschließlich positive Bestandteile enthalten. Entscheidend ist wohl die Substanz Epigallocatechin-3-gallate (EGCG). Alzheimer, Chorea Huntington und Parkinson gehören wohl zum selben Krankheitstyp. Warum warten, bis die Studien abgeschlossen sind: Die Kapseln sind preiswert, also ausprobieren !!
Die Kapseln sind preiswert, also ausprobieren !!
Sie können gerne mich anrufen, ich schreibe ungern emails:
040 XXXXXXXX
Beste Grüße
Rainer P.
Januar 29, 2007 um 4:28 |
Hallo Rainer,
ich habe Ihre Telefonnummer mal ausge XX t, sonst könnte es passieren das Sie nicht mehr schlafen können vor unschönen Anrufen. Ist leider im Internet so
Aber ich rufe Sie garantiert an!!!
Januar 30, 2007 um 12:01 |
Das hatte ich auch gehofft !!
Bis denn dann
Rainer
Februar 10, 2007 um 2:03 |
Hallo Bernhard,
Janny hat mir von Dir erzählt. Sie besucht mich wahrscheinlich bald – und da werden doch wohl auch wir uns kennenlernen?!
Ich freue mich auf Dich (und Deinen Sohn?)
Ich wünsche Dir viel Kraft!
Jürgen
März 30, 2007 um 7:40 |
Hallo Bernhard!
Finde es toll wie Du mit Deiner Krankheit in die Öffentlichkeit gehst. Leider bin ich auch ein Mutant, muß die Krankheit aber wegen der Kinder geheimhalten. Es kostet mich unheimlich viel Kraft meine Liebsten und alle Mitmenschen über meinen Gesundheitszustand zu belügen. Ich hoffe ihnen aber dadurch noch ein paar unbeschweerte Jahre schenken zu können. Wir wohnen auf dem Land, die Wahrheit würde die berufliche Zukunft meiner Kinder zerstören. Ich mußte 20 Jahre mit der Angst leben, die Krankheit geerbt zu haben, für mich persönlich war der Test, für viele wahrscheinlich schwer zu verstehen, eigentlich eine Erleichterung – endlich Gewissheit! Viele der Symptome die Du beschreibst, kenne ich auch, man lernt damit zu leben und muß sich nach der Decke strecken. Der Therapieansatz mit „Grünem Tee“ klingt gut, werde diese Therapie mangels Alternativen auch beginnen.
Juni 29, 2007 um 5:45 |
Hallo!
Bedauern ist nicht mein Anliegen, weshalb ich Dir schreibe. Weit mehr möchte ich Dir danken, daß Du den Weg in die Öffentlichkeit gewählt hast, um etwas Großes zu schaffen.
Mut, Trost und Mitleid für andere zu spenden ist eines der schönsten Züge, die es unter Menschen gibt.
Eingedenk meines Krankheitsbildes, manisch-depressiv (bipolar II) mit ADS weiß ich, daß sich auch bei mir die Statistik und damit Wahrscheinlichkeit bemerkbar machen kann, gerade einmal 60 Jahre alt werden zu können. Auch steht die manische Depression und ADS im Zusammenhang mit Alzheimer.
In meiner Teenie-Zeit lachte ich herzlich über die Geburtstagswünsche älterer Menschen, nämlich Gesundheit. Zu wissen, daß man im Wortsinne den Verstand verlieren wird zudem seinen Körper ist nicht wirklich vorstellbar, zumal wenn es keinen Ausweg, sondern nur eine Verzögerung der Krankheit gibt.
Gleichwohl – und das meine ich völlig ironiefrei! – genieße die Zeit, die Dir auf Erden bleibt. Gott prüft jeden individuell. Ich bin froh über jeden Tag, den ich leben darf.
Viele liebe Grüße,
René
September 15, 2007 um 12:51 |
@Renè
Ich habe mich nie für deine einfühlenden Worte bedankt…. DANKE Renè
Oktober 24, 2007 um 9:44 |
HI!
Ich wollte Dir nur sagen das ich es klasse finde wie Du über Dich und Dein Leben schreibst.Es steht ausser Frage das es bestimmt vielen Betroffenen eine große Seelische Unterstützung ist sich hier mit anderen „Mutanten“ austauschen zu können.
Aber auch nicht betroffene Menschen hilft es diese Briefe zu lesen.
Ich bin nicht betroffen aber meine komplette Familie mütterlicher Seite hat dieses Schicksal schon hinter sich.
Ich selbst habe es mit 8 Jahren erfahren das meine Mama gestorben ist.Woran habe ich erst später verstanden.Für mich war sie immer so wie sie war normal und nicht krank!
Ich habe mich testen lassen und es war für mich positiv.Ich frage mich oft „Muß ich mich jetzt schlecht fühlen,weil ich gesund bin?“
Ich werde immer noch nicht mit den Verlust von meinen Lieben fertig obwohl es jetzt 19 Jahre her ist.
Viele denken jetzt bestimmt“Was jammert Die nur rum? Sie soll doch froh sein!“
Eine Medalie hat immer 2 Seiten!
Ich wünsche Dir für Deine Zukunft viel Kraf und Stärke!
Alex
November 3, 2007 um 9:10 |
DANKE
Dezember 5, 2007 um 10:36 |
Hallo,
ich wollte mal eine Information verbreiten, die Hoffnung macht.
In Harvard (USA) hat ein Wissenschafler(Steve Hersch) einen Durchbruch auf der Suche nach
einem Medikament zur Behandlung der Huntington Krankheit geschafft.
In einer Testreihe wurde erstmals ein Wirkstoff (C28) gefunden der
die Eiweißablagerungen (im Mäuseversuch) verringert.
Warum diese Meldung bisher in Deutschland noch nicht in größerem Maße
verbreitet wurde, verstehe ich nicht.
Zum Glück hat ein Freund von mir diese Sendung (http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/campus/-/id=658620/nid=658620/did=2551494/5d3u40/index.html
im Radio gehört.
Bitte anhören es lohnt sich!!!!!!!!!!!!!
Dezember 6, 2007 um 7:42 |
[...] Molekül mit großer Wirkung Torben hat mich in seinem Kommentar auf folgende positive Meldung aufmerksam gemacht: Erste Erfolge bei der Behandlung von [...]
Januar 26, 2008 um 11:10 |
Lieber Bloginitiator,
bei mir selbst wurden einige heterozygote Mutationen festgestellt, welche zu meinem großen Glück allerdings mehr positive und keine nennenswerten negativen Ursachen zur Folge haben.
Nun ist was komisches passiert, alle Ärzte sind auf einmal ganz scharf darauf drauf mir Blut abzunehmen und ich bekomme schreiben von Unikliniken, mich doch mal ambulant vorzustellen.
Die Mutationen wurden aufgrund einer Verletzung festgestelt, welche stationär im Krankenhaus behandelt wurde,
da ich A-normale Symptome aufzeigte, welche mich schneller genesen ließen.
Danach wurden mir täglich mehrere Ampullen Blut abgenommen ohne mir im konkreten zu sagen wofür und ich wurde mit der Antwort „für weitere Untersuchungen“ abgespeist.
Nun zu meiner Frage:
Da das alles für mich ziemlich neu ist, frage ich mich, was die wollen, da ich keine Leiden durch die Mutationen zu tragen habe, muss ich auf irgendwas achten und wo kann ich mich mal schlau machen, was das Ganze soll?
Ich meine soll ich die Schikane über mich ergehen lassen, oder sagen es reicht jetzt mit der Blutentnahme?
Februar 6, 2008 um 6:48 |
Sorry Marc, mir ging es richtig schlecht.. spät aber nicht vergessen hier deine Antwort:
Grundsätzlich bekommst du auf dein ausdrückliches Nachfragen selbstverständlich allumfassend Auskunft darüber, was warum und wie an dir getestet wird. ….. Soweit die graue Theorie…..
Nun zur Praxis…. es gibt immernoch „Götter in weiss“ (und die sind bei ihren Kollegen selbt auch nicht besonders beliebt), die sich benhemen als müsste man ihnen Danken, das sie ihren Job tun. (Also mehr als jedem anderen, der einen durch ausübung seiner Profession hilft.) Die brauchen dann manchmal etwas Nachhilfe im Umgang mit ihren Patienten. Wenn du also nicht gerade im Sterben liegst und es auf jede Minute ankommt (dann würde selbst ich den Mund halten und die einfach machen lassen), dann frag doch einfach vor jeder Blutentnahme oder anderen Tests so lange nach dem „Warum“ und dem „Wie“, bis du es zur Gänze verstanden hast. Und damit die auch verstehen das du es ernst meinst, erkläre ihnen das sie dein Blut auch nur dann bekommen, wenn sie sich die Zeit nehmen es dir so zu Erklären das du es verstehst. Es geht immerhin um deinen Körper!
Manche Ärzte haben es schlicht und ergreifend verlernt, mit ihrem Patienten als „Mensch“ zu Arbeiten und ich kann es ihnen nichteinmal verübeln. Bei allen tiefen und guten Vorsätzen die ein Mensch haben muss um sich ein langes und teures Studium der Medizin inkl. der unterbezahlten AIP und Assistenzzeit mit Massen an unbezahlten Überstunden uvm. Verlieren Viele den Kontakt zum „Menschen“ wenn sie in die fliessband-Behandlungen der meisten Kliniken geraten. Wenn im Schnitt nur noch 6 Min. pro Patient und Tag für den direkten Patient Arzt Kontakt bleiben, der Arzt aber locker 10 Stunden und mehr pro Tag arbeitet, dann bleibt manchmal etwas auf der Strecke.
April 29, 2008 um 8:26 |
Hallo.
Ich habe über http://www.uberwach.de hierher gefunden. Ein sehr interessanter blog. Die Krankheit kannte ich bisher garnicht. Mach weiter so.
„Bernd“
Juni 1, 2008 um 8:27 |
Hallo alle zusammen
Durch Dummen Zufall habe ich diese Seite gefunden und ich muß sagen das mich diese beeindruckt hat.
Meine Frau leidet an Chorea Huntington mit 47 Wiederholungen und wurde im März letzten Jahr Diagnostiziert.
Den ersten Verdacht hatte ich zwar schon vor 4 Jahren da wahren wir auch beim Neurologen doch der hat damals nur gesagt das ist eine Depresion und damit wahr das ganze für Ihn erledigt, doch leider nicht für mich den nachdem ich dann letztes Jahr meine Frau endlich mal soweit hatte wieder mal zum Artzt zu gehen um endlich einmal einen Test zu machen (weil es wahr einfach nicht mehr zu übersehen) hat sich der selbe Neurologe doch sehr erschrocken und es konnte gar nicht schnell genug gehen einen Termin zu bekommen um einen Gentest durchzuführen, ja und was dabei herausgekommen ist steht ja oben und seit dieser Zeit konnte man dann wirklich zusehen wie es immer schlimmer geworden ist. An der Tagesordnung wahren dann ständige Arztbesuche und alle zwei Monate Krankenhausaufenthalte um die Medikamentation neu einzustellen, ja und ab August muste ich sie dann noch Pflegen also Duschen oder Baden na halt alles was dazugehört. Es wurde auch dann sofort die Pflegestufe 2 anerkannt und ich muste meinen Job aufgeben. Das Weihnachtsfest wahr eigentlich nur ein Alptraum und am 1 Januar dieses Jahres muste ich meine Frau unter Polizeischutz Noteinliefern lassen da sie total abgedreht ist und auf mich losgegangen ist.
Da dieser Krankheitsverlauf dermaßen agressiv wahr und immer noch ist hat das auch bei den Behörden und Ärtze ganz schöne Kreise gezogen.
Das zur Vorgeschichte und jetzt schreibe ich mal was für alle Betroffenen die diese Krankheit haben und bitte nehmt mir das jetzt nicht übel.
Für alle die es nicht wissen für die Chorea Huntington Krankheit gibt es in Deutschland gerade mal 3 Spezialklinken eine bei Münschen, in Bochum und in Heiligenharfen, bitte last euch in den Spezialklinken behandeln und nehmt keine niedergelassenen Ärtzte den die sind damit eh überfordert und wirklich ich kann nur sagen in diesen Kliniken nehmen sich die Ärzte Zeit für die Patienten und sie werden dort optimal betreut und nicht nur ruhig gestellt.
Solltet Ihr euch dazu entscheiden in eine Einrichtung zu gehen um eueren Familien den Stress und den Ärger zu ersparen dann tut das bitte früzeitig es gibt in Deutschland 2 Einrichtungen dafür eine in Itzehoe und eine wieder bei Münschen.
Dort sind nur Chorea Huntington Fälle untergebracht und die Leute werden optimal versorgt und in diesen Wohnanlagen ist auch immer jemand da rund um die Uhr den diese Einrichtungen haben einen anderen Personalschlüssel wie die normalen Pflegeheime.
Ehrlich gesagt ich hatte da auch meine Bedenken aber als ich das erstmal zu Besuch dort wahr, wahr ich angenehm überrascht den alles aber auch wirklich alles ist auf die Krankheit abgestimmt.
Deshalb kann ich nur immer wieder sagen, tut eueren Familien nicht das an was ich mitgemacht habe und sagt von euch aus Ihr möchtet in so ein Heim und glaubt mir, auch wenn es jetzt blöd klingt es ist für alle beteiligten das beste.
Juli 16, 2008 um 11:56 |
Hallo!
Zunächst einmal ein riesengrosses DANKE, dass Du/Ihr diese Seite ins Internet gestellt habt! Vieles in den Blogs kommt mir leider aus eigener Erfahrung sehr bekannt vor und ich finde es sehr hilfreich, wie unterschiedlich jede(r) die ganz individuellen Herausforderungen meistert.
Habe Rainers Bericht über die Grüner Tee Kapseln mit je 350 mg Epigallocatechin-3-gallate (EGCG) gelesen, die einen Ausbruch ja evtl. hinauszögern können. Durchstöbere schon länger erfolglos das Internet, um hochdosierte Kapseln zu einem halbwegs moderaten Preis zu finden und wäre für einen Tipp bezgl. Name des Produkts und Herstellers sehr dankbar!
Vielen Dank im voraus und lieben Gruss aus Kiel
Iris
Juli 27, 2008 um 9:15 |
Hallo Sven,
vielen Dank für Deinen Tip mit den Kliniken. Wäre schön wenn meine ExFrau endlich mal medizinische Hilfe annehmen könnte.
Ich kann Deine ‘Leidensgeschichte’ gut nachvollziehen, weil am eigenen Leibe erlebt. Meine ExFrau hat nun seit 8 Jahren Sympthome von CH. Am Anfang dachte ich noch an normale Eheprobleme. Sie wollte vom Dach springen, sich ersäufen etc. Es wurde immer heftier. Ich wohnte bei Bekannten, mietete Hotels und WG’s an. Immer wieder ausgezogen und eingezogen. Aufgrund meiner christlichen Einstellung (war als Pastor tätig) wollte ich nicht aufgeben. Nur einmal war es gut, da wurde Sie medikamentös eingestellt. Sie weigerte sich aber fortan Medikamente zu nehmen. Nachbar beschwerten sich und die Polizei stand zweimal vor unserem beschaulichen Eigenheim. Vor ca. 4 Jahren bin ich endgültig ausgezogen. Seit Anfang des Jahres wohnen unsre beiden Töchter (13 und 16) bei mir. Ich habe nur einen Fehler gemacht. Ich wohne nur 1.000 m von Ihr entfernt. So das Sie öfter mal (grausam anzusehen) uns hier besucht. Manchmal freundlich, dann lade ich Sie auch zum Cafe ein. Manchmal hoch agressiv dann lass ich Sie nicht rein und sie haut gegen die Fenster. Meistens ruft sie auch 15 bis 20 mal am Tag an. Ich reagiere meistens (Einkaufen, sonstige Wünsche). Sie ist so isoliert (mit Ihren Eltern
versteht sie sich nicht sonders gut) das ich als ExMann noch ein ‘Helfer’ bin. Allerdings wenn ich ehmalige Gemeindeglieder aus meiner Gemeinde treffen, so stellen Sie mich als soziales ‘Arschloch’ hin Expastor verlässt arme, kranke Frau. Aber die haben sich noch nie vor Verzweiflung (vor 6 Jahren geschehen) und agressionsunterbindung (leider) mit einem Sägemesser in den Arm geritzt. Hätte ich mich nicht selbst verletzt, hätte ich meine damalige Frau angegriffen.
Ich bin froh das ich den Schritt der Trennung gewagt habe. Auch wenn mich die Umwelt als soziales ‘Arschloch’ sieht.
Danke für den Tip mit den Kliniken. Vieleicht schafft es ja mal meine Exfrau in Verbindung mit Ihrer Betreuerin eine Einrichtung zu finden, in der es ihr einigermaßen gut geht. Denn es ist schrecklich, den Menschen den man geliebt hat (und der einem nicht egal ist) so Ohne Hilfe zu Grunde gehen zu sehen. Man möchte doch denjenigen, den man geliebt hat, gut aufgehoben wissen. Kann denn die Exgeliebte Frau so in der Isolation und Verwahrlosung enden. Völlig ohne Medikamente und Unterernährt ?
Alle die CH habe bitte ich. Tut das Eurem Partner nicht an. Nehmt auch einmal ein leichtes Medikament gegen psychische Anormalien und die Bewegungen.
Liebe Grüsse
Christian
Februar 27, 2009 um 8:27 |
Hallo,
Ende letzten Jahres musste ich mich mit dem Thema Chorea Huntington leider intensiver beschäftigen, da sich bei meiner Mutter die Verdachtsprognose klinisch bestätigt hat. Um’s kurz zu machen, ich habe Glück gehabt, was mich betrifft und meine beiden Kinder. Dank einer Freundin, die als Ärztin in der Humangenetik arbeitet, konnte ich in relativ kurzer Zeit den Test durchziehen. Aber dran geglaubt, davon zu kommen, habe ich nicht wirklich.
Mir geht’s um meine Mutter. Und Iris hat es schon weiter oben gefragt. Gibt es neue Erkenntnisse (keine wissenschaftlichen) zur Einnahme von Grünem Tee bzw. Kapseln. Rainer hatte ja vor zwei Jahren verschiedene Kapseln getestet. Könnt Ihr mir da was empfehlen?
Problematisch ist, dass meine Mutter glaubt, völlig gesund zu sein, trotz Diagnose. Vielleicht kann sie ja auch nicht mehr anders, aber wie soll man das so genau wissen. Tee trinken will sie jedenfalls nicht, daher auch die Frage nach den Kapseln, obwohl ich weiß, Trinken ist wichtig.
Zuletzt noch vielen Dank für den Blog. Er hat mir in der Zeit bis zum Testergebnis sehr geholfen, die Nerven zu bewahren. Ich wünsche allen viel Kraft, auch weiterhin Ihre Erfahrungen hier zu dokumentieren.
Viele Grüße,
Micha
März 2, 2009 um 2:31 |
Hallo Micha
Die auftretenden Symptome bei CH sind sehr verschieden, vor allem in ihrer Ausprägung ABER das deine Mutter für sich leugnet nicht nur Genträgerin zu sein sondern darüber hinaus bereits erkrankt zu sein muss nicht zwingend etwas mit der Chorea Huntington zu tun zu haben. Selbstverleugnung einer Krankheit findet sich bei vielen Krankheiten und Behinderungen……. Manchmal möchte ein Mensch sich nunmal vor der Wahrheit drücken; ich halte das für sehr menschlich… vor allem bei der Nachkriegsgeneration. Zumindest für mich kann ich sagen, das ich sehr daran interessiert bin zu erfahren wann bei mir aus der Genträgerschaft eine Krankheit wird. Weil ich dann natürlich viel mehr Zeit dafür verwenden möchte, internationale Angebote anzunehmen, die sich mit der Behandlung einer Chorea Huntington beschäftigen. Aber das macht für mich erst dann Sinn, wenn die Krankheit bei mir ausgebrochen ist, denn erst dann (und das klingt schlimm) habe ich die Grundvoraussetzung behandelt werden zu können.
Was den Grünen Tee betrifft gibt es leider keine, für mich, absolut gesicherten Beweise. Sicher ist nur, das ein Wirkstoff der im Tee enthalten ist durchaus positive Wirkung auf den Krankheitsbeginn bzw. Verlauf haben kann.
Juni 1, 2009 um 3:42 |
Papa kommst du am anfang nächsten Jahres mit nach Kiel….
zu dem Test???
Denn lieber ich weiß was mich später erwartet, als dass ich nicht wissend in eine Phase mienes Lebens stolpere und dann erst gesagt bekomme, Hier sie sind positiv darauf getsetet worden……
Naja aber wie du schreibst ist toll….
Deine Tochter
Juni 3, 2009 um 7:17 |
Aber klar doch, keine Frage.
September 28, 2009 um 8:58 |
Ich grüße mal alle ganz lieb.
Ich bin eben auf diesen Blog aufmerksam geworden und ich muss sagen ich bin zutiefst beeindruckt.
Ich selber hab keine Mutationen oder dergleichen.
Ich mache zur Zeit eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin. Seitdem bescäftige ich mich auch viel mit Behinderungen. In meiner Familie oder Freundeskreis bin ich noch nie mit Behinderungen in Kontakt gekommen, umso mehr berühren mich diese Erfahrungsberichte. Vielleicht bin ich auch einfach zu emotional dabei.
Was aber mein Anliegen jetzt betrifft. Wir sollen in der Ausbildung eine Präsentation über Genmutationen vorbereiten. Ich selbst hab das Thema CH. Ich möchte nicht einfach eine Präsentation vorstellen indem ich mir alles „wissenswerte“ im Netz zusammen google. Ich möchte gern Erfahrungen von selbst Betroffenen und auch Erlebnisse von Angehörigen mit einfließen lassen. Der Beruf hat mit Kontakt zu den Menschen zu tun und nicht nur die fade Theorie. Ich selbst möchte auch genau wissen was ich dort erzähle. Ich möchte es verstehen und so weitergeben.
Vielleicht hat hier jemand den ein oder anderen Moment, sich mit mir zu unterhalten oder gern auch E-Mails auszutauschen. Es ist mir ein wichtiges Anliegen. Ich wäre dem-/derjenigen sehr dankbar.
Ich wünsche allen Betroffenen alles erdenklich Gute und das sich auf dem Gebiet der Wissenschaft Mittel finden lassen CH zu mildern. Gebt nie kampflos auf.
Ganz liebe Grüße Kerstin